Totgeglaubte leben länger


Im letzten Jahr hat sich sowohl bei mir als auch bei Nami einiges geändert:
mit spürbaren Konsequenzen für die Website aben wir das Studentenleben
gegen einen Fulltime Job eingetauscht und gerieten dadurch in einen Zustand,
den man wohl am besten mit dem Wort „ausgelastet“ beschreiben kann. Vor allen Dingen,
da ich nach der Arbeit noch an meinem Roman geschrieben habe (der zweite Probedruck ist mittlerweile angekommen,
ich bin fast am Ziel 🙂 ) und natürlich auch noch einiges an Zeit für das Studium der japanischen Sprache draufging.
Nihongo Otsu wurde zusehens zu einem liebgewonnenen aber vernachlässigtem Projekt, das ich auszublenden begann,
vor allem, weil ich den verbliebenen Teil meiner Freizeit auch mal zum Ausspannen gebraucht habe.
Immer wieder dachte ich schweren Herzens an unser altes Magazin, und ich bedauerte sehr, dafür
keine Zeit mehr aufbringen zu können.

Trotzdem habe ich nicht vor, das Projekt einfach sterben zu lassen. Das macht auch insofern keinen Sinn, als dass ich mich immer noch
mit der japanischen Kultur beschäftige, und ich im Zuge dessen viele Entdeckungen mache, die für
manchen Leser interessant sein könnten – welchen Grund gibt es, diese nicht mit der Welt zu teilen? Natürlich muss die Zukunft realistisch geplant werden. Ein Veröffentlichungszyklus wie früher ist utopisch und eigentlich auch völlig unnötig. Ich will immer dann schreiben, wenn ich Lust und Zeit dazu habe. Nur dann genieße ich die Arbeit, und wenn ich die Arbeit nicht genieße, kommt auch nichts Vernünftiges dabei raus. Selbiges gilt auch für die Themen: ich will mich mehr hin zu meinen Interessen und weg von den populären Themen bewegen, die die meisten Besucherströme bringen. Daher wird es sich viel um Künstlerisches, Literarisches und auch Gesellschaftliches handeln. Natürlich will ich auch weiter meine Fortschritte im Japanischen bzw. meine Einsichten zu verzwickten Themen dokumentieren. Das muss aber nicht mehr in diesem beengenden Rahmen eines Magazins geschehen. Ein schön ausgearbeiteter, qualitativ hochwertiger Blog gibt mir mehr Flexibilität und macht es mir leichter, Content zu produzieren. Meine Aktivität auf Facebook werde ich komplett einstellen. Ich halte nichts von diesem Netzwerk, habe es privat schon viele Jahre nicht mehr benutzt und sehe auch keine Notwendigkeit, mit Nihongo Otsu dort auf Leserfang zu gehen. Wen der Content wirklich interessiert, der wird seinen Weg schon her finden, und alle anderen brauche ich auch eigentlich nicht damit zu belästigen.

Abschließend ist natürlich zu sagen: Talk is cheap! Wie gut ich oben beschriebenen Plan dann auch tatsächlich umsetzen kann, weiß ich nicht.
Ich will es versuchen, denn ich mag Nihongo Otsu. Wünscht mir Glück!

Posted in über unser Magazin.

2 Comments

Schreibe einen Kommentar

Or

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.